Foto Frau Bultmann Herr Arnold

Wie sieht eine aktuelle Version des Theaterstücks „Emilia Galotti“ aus? Welche Aufgaben hat eigentlich eine Dramaturgin? Wie wird man Regisseur? Und: Welchen Einfluss hat die Pandemie auf den Theaterbetrieb?

Diese und weitere Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a im Deutschunterricht im Rahmen der Behandlung des Trauerspiels „Emilia Galotti“ von Gotthold Ephraim Lessing.

Nachdem die Klasse zunächst das Stück gelesen und besprochen hatte, sollte sie auch etwas Theaterluft schnuppern. Doch wie? Der Theaterbetrieb ist eingestellt und davon abgesehen steht das Stück in der Nähe nicht auf dem Programm. Aufführungen im Internet oder auf DVD sind teils nicht mehr aktuell.

Erfreulicherweise erklärten sich Hilke Bultmann, leitende Dramaturgin Schauspiel des Theaters Lüneburg, sowie Jakob Arnold, der Regisseur des Theaterstücks „Emilia Galotti“, bereit, sich am 04.05.2021virtuell über das Stück zu unterhalten. Als der Spielbetrieb im Frühjahr 2020 eing

estellt werden musste, stand im Theater Lüneburg ihre EMILIA GALOTTI kurz vor der Premiere, einige Aufführungen konnten im Laufe des Jahres dann doch noch stattfinden.

Frau Bultmann und Herr Arnold beschrieben den Schülerinnen und Schülern, wieso sie das Drama überhaupt spielen, wie der Weg von der Stückauswahl zur Premiere ist und auch wie ihre EMILIA GALOTTI aussieht. Sie erklärten zudem, warum das Trauerspiel aus dem Jahre 1772 immer noch an Aktualität besitzt. Es beschäftigt sich nämlich mit einem Thema, das uns momentan in Zeiten von Corona-Beschränkungen alle betrifft: Freiheit bzw. Unfreiheit. Darüber hinaus informierten die beiden über die unterschiedlichen Aufgabengebiete ihrer Berufe sowie ihren Werdegang und teilten der Klasse ihre persönlichen Lieblingsstücke mit.

Dank der Hilfe von Frau Bultmann und Herrn Arnold wurde der Bezug zum Theater und zu „Emilia Galotti“ auf ganz neue und persönliche Weise hergestellt.

Mai 2021